Read Das Feuer der Freiheit: Roman (Timothy Wilde) by Lyndsay Faye Online

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Fesselnder Abschluss der Bestseller TrilogieIn den Straen des historischen New York geht ein Feuerteufel um oder ist es womglich eine Teufelin Der ausbeuterische Unternehmer und Abgeordnete Robert Symmes lsst Nherinnen unter unertrglichen Bedingungen arbeiten Hat eine von ihnen Drohbriefe verfasst und seine Fabrik in Brand gesetzt Oder war es die Frauenrechtlerin Sally Woods, die sich hchst verdchtig benimmt Ein halbverhungertes Waisenkind scheint den Schlssel zu dem Geheimnis zu besitzen, doch niemand wei seine uerungen richtig zu deuten Es ist an Timothy Wilde, dem Polizisten wider Willen, Schlimmeres zu verhindern indem er mglichst schnell den Tter findet....

Title : Das Feuer der Freiheit: Roman (Timothy Wilde)
Author :
Rating :
ISBN : 3423260866
ISBN13 : 978-3423260862
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : dtv Verlagsgesellschaft 19 Februar 2016
Number of Pages : 266 Pages
File Size : 782 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Das Feuer der Freiheit: Roman (Timothy Wilde) Reviews

  • Aleshanee
    2019-09-15 00:57

    4.5 Sterne für einen fesselnden Trilogie Abschluss!Zum Inhalt1848 - Eine Zeit des Umbruchs in der Stadt New York. Seien es die politischen Unstimmigkeiten, dem Aufkommen der Frauenrechtsbewegung oder die katastrophalen Verhältnisse in der Arbeiterklasse.Timothy Wilde gerät natürlich wieder mitten zwischen die Fronten, als der amtierende Stadtrat Robert Symmes die Polizei um Hilfe bittet: Eine radikale Frauenrechtlerin droht, seine Fabriken in Brand zu setzen und beschimpft ihn als Ausbeuter und Menschenverachter.Gleichzeitig kollidiert Timothys Bruder Valentine mit den politischen Machtspielen und so hat der beherzte Cop wider Willen alle Hände voll zu tun, um eine Eskalation zu verhindern, deren Ausmaße die Zukunft der ganzen Stadt verändern könnte ...Meine MeinungIch bin wieder begeistert! Schon von den ersten beiden Bänden, die insgesamt sehr ungewöhnlich sind und mich tief eintauchen lassen in die Lebensumstände des damaligen New York. Vor allem wenn man bedenkt, dass diese Zeit gerade mal 150 Jahre her ist!Schon der --- Schreibstil --- hat mich mit seiner Atmosphäre sofort wieder eingenommen: Lyndsay Faye beschreibt jede Szene mit sehr viel Feingefühl und breitet das historische New York lebendig und bildhaft vor einem aus. Der Protagonist Timothy Wilde erzählt seine Geschichte aus der Ich-Perspektive und hat mich intensiv an seinen Gedanken teilhaben lassen.Der Stil ist sehr ungewöhnlich, wobei ich mich jedes Mal recht schnell zurecht finde. Die Sprache ist wunderbar angepasst und enthält sogar immer wieder Wörter aus dem "Flash", der geheimen Gaunersprache aus der damaligen Zeit. Meistens ist die Bedeutung aus den gegebenen Umständen ersichtlich, man kann aber auch hinten im Buch im Glossar nachschlagen.Trotz fesselnder Thematik kann man nicht so schnell durch die Seiten fliegen, einfach weil es wirklich anspruchsvoll geschrieben ist und viele Metaphern enthält, die man auf sich wirken lassen muss. Allerdings gab es auch kleine Absätze, die ich nicht verstanden hab, gerade in den Dialogen - das hielt sich aber sehr in Grenzen.--- Die Charaktere --- Ich werde sie vermissen! Allen voran natürlich Timothy und sein Bruder Valentine sind so wunderbar gegensätzlich, aber zusammengeschweißt durch ihre Vergangenheit und damit gezwungen, trotz starker Konflikte zusammen zu halten.Beide sind Getriebene, die keine Ruhe finden und immer auf der Suche nach einem inneren Gleichgewicht sind, das ihnen auf den unruhigen Straßen von New York verwehrt wird - noch dazu in einer Zeit, in der Ehre und Vertrauen zwar großgeschrieben, aber in der an jeder Ecke gemauschelt wurde, wo es nur ging.Bird Daly, das junge Mädchen mit dem schrecklichen Schicksal aus Band 1 spielt noch immer eine große Rolle für Timothy, genauso die verhasste Bordellbesitzerin Silky Marsh, deren Rolle in den Machenschaften schwer einzuschätzen ist. Aber auch Jakob Piest, Timothys langjähriger Freund und Polizeikollege und Elena Boehm, die Bäckerin, bei der er Unterschlupf gefunden hat, haben einen wichtigen Platz in seinem Leben eingenommen.Alles sehr prägnante und originelle Figuren, die ein passendes, wenn auch überraschendes "Ende" gefunden haben!--- Die Handlung --- hat mich wieder von der ersten Seite an in den Bann gezogen. Viele kleine Hinweise haben mir alles aus der Vorgeschichte in Erinnerung gerufen und ich war sofort wieder drin. Es gibt hier keine klare Richtung eines Krimis oder eines actionreichen Abenteuers, sondern die besondere Verbindung aus politischen Intrigen, den Konflikten der Figuren, der korrupten Machtspiele und dem gestrandeten Sammelsurium dieser Stadt in allen Farben und Eindrücken.Die Situationen der ungewollten Zuwanderer aus Irland, den schlimmen Arbeitsbedingungen vor allem auch für die Frauen, den obdachlosen Säufern oder der leichten Mädchen, die keine Chance auf ein besseres Leben haben werden eindrucksvoll und lebensnah beschrieben.Die Geschichte wird langsam aufgebaut und trotzdem war ich total gefangen von diesem mitreißenden Fluss an, der mich jedes Mal wieder vorantreibt und mich nicht loslassen lässt.Besonders die Frauenbewegung zu dieser Zeit steckte ja noch in den Kinderschuhen und über die Ansichten zur damaligen Zeit könnte man lachen, wären sie nicht so real und gravierend gewesen.FazitEin beeindruckender, fesselnder Abschluss der Trilogie, die mich in den Sumpf der Korruption und des Verbrechens an unterschiedlicher Stelle geführt hat - mitten hinein in das schillernde oder auch düstere Leben New Yorks, welches der Hauptakteur Timothy Wilde mit all seinen Kräften gemeistert hat.© AleshaneeWeltenwandererTimothy Wilde Mysteries1 - Der Teufel von New York2 - Die Entführung der Delia Wright3 - Das Feuer der Freiheit

  • Edith Nebel
    2019-09-12 06:02

    Dies ist der dritte und abschließende Band der historischen Krimireihe um den Polizisten Timothy Wilde.New York 1848, in der Anfangszeit des New York Police Departments: Zweimal hat Timothy Wilde, 30, der Kupfersternpolizist mit dem Talent für detektivische Ermittlungsarbeit, schon alles bei einer Brandkatastrophe verloren: als Kind seine Eltern und sein Zuhause und vor drei Jahren all sein Hab und Gut. Dabei hat er ein paar auffallende Brandnarben im Gesicht davongetragen. Dass er weiche Knie bekommt sobald etwas mit Feuer zu tun hat, ist also kein Wunder. Entsprechend zögerlich ist er, als er in einem Fall von Brandstiftung ermitteln muss.Der Stadtrat und Fabrikbesitzer Robert Symmes bekommt Drohbriefe, in denen das Abfackeln seiner Immobilien angekündigt wird. Als tatsächlich eine der Mietskasernen abbrennt und zwei Bewohnerinnen ums Leben kommen, wird klar, dass der Briefeschreiber es ernst meint. Symmes verdächtigt seine ehemalige Mitarbeiterin und Geliebte, die Frauenrechtlerin Sally Woods. Gründe hätte sie genügend. Aber würde eine so intelligente und gebildete Frau nicht nicht subtiler vorgehen, wenn sie sich an Symmes rächen wollte?Und wie das Leben so spielt, ist dieser psychisch belastende Fall nicht das einzige Problem, das der „Cop“ an der Backe hat. Sein älterer Bruder Valentine, Feuerwehrmann und Polizeicaptain, der immer wie eine skrupellose und überlebensgroße Version von Tim wirkt, lässt sich überraschend als Kandidat für die kommenden Stadtratswahlen aufstellen. Damit tritt er gegen Symmes an, was diesem natürlich nicht in den Kram passt. Tim hält Valentines politische Karrierepläne mit Recht für lebensgefährlich. Die Tammany, die Demokratische Partei in New York City, ist eine Schlangengrube. Wenn’s bei den Machtkämpfen mal ein paar Tote gibt, ja nun, das gehört dort zum Geschäft.Elena Boehm, Witwe, Bäckerin, Tims Vermieterin und Geliebte sortiert ihr Leben auch gerade neu. Die seltsame Unverbindlichkeit, die der Polizist in ihrer Beziehung an den Tag legt, genügt ihr nicht mehr. Als Mercy Underhill, Tims Traumfrau aus Jugendtagen, wieder auf der Bildfläche erscheint, sieht Elena ihre Felle davonschwimmen. Mercy ist nämlich wieder aus England zurückgekehrt. Das mit ihrer Schriftstellerkarriere hat nicht geklappt, jetzt wohnt sie mit ein paar Schauspielern in einer Pension und ist wieder ganz ihr wohltätiges, rehäugiges und verschwurbeltes Selbst.Und dann ist da auch noch Bird Daly, mittlerweile 14, die Tim aus der Kinderprostitution befreit hat und für die er seitdem zu einer Art Vaterersatz geworden ist. Sie geht auf eine katholische Schule wird so langsam flügge. Pech nur, dass sie sich ausgerechnet in den Pianisten James Playfair, einen Freund von Tims Bruders verliebt. James ist zwar ein vollendeter britischer Gentleman, aber er steht eben nicht auf Frauen.Ehe Tim und Val es sich versehen, geraten Bird Daly und James Playfair in den Strudel der politischen und kriminellen Ereignisse. Und es wird immer unwahrscheinlicher, dass wirklich nur eine einzelne politisch radikale Frau hinter all den Machenschaften stecken soll. Werden Wilde und seine Kollegen den wahren Feuerteufel zur Strecke bringen, ehe sein Treiben noch mehr Todesopfer fordert?Die Handlung ist komplex. Wer die ersten beiden Bände (DER TEUFEL VON NEW YORK und DIE ENTFÜHRUNG DER DELIA WRIGHT) nicht gelesen hat, tut sich mit der Geschichte möglicherweise ein bisschen schwer. Weil die Autorin nicht nur den Kriminalfall schildert, sondern auch die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse sowie die privaten Vorgeschichten und Beziehungen der wichtigsten Figuren, hat man leicht das Gefühl, von Hölzchen auf Stöckchen zu kommen. Die bildhaft-poetische Sprache des Ich-Erzählers Timothy Wilde tut ein Übriges: Besonders schnell kommt man mit dem Lesen nicht voran.Lyndsay Faye erweckt das New York des 19. Jahrhunderts mit seinen Elendsvierteln beinahe beängstigend gut zum Leben. Man glaubt, die Not, Armut und Trostlosigkeit sehen, fühlen und riechen zu können. Das ist das Tolle an dieser Romanreihe.Ein „bremsendes“ wiewohl unterhaltsames Element ist die Gaunersprache „Flash“, derer sich die Wilde-Brüder und ihre Klientel oft befleißigen. Im Anhang des Buchs befindet sich ein fünfseitiges Glossar und man muss schon ordentlich blättern, wenn man alles verstehen will. Trotz der Mühe, die wir Leser damit haben: Eine der köstlichsten Szenen in dem Buch verdanken wir der Verwendung dieses Jargons. Wenn der abgebrühte Zeitungsjunge Francis „Alle Neune“ Garvey mit Tim in der Kneipe sitzt und in diesem Idiom altklug über die Frauenbewegung philosophiert, ist das schlichtweg zum Brüllen. Auch die Szene, in der die Wilde-Brüder ihr Englisch mit so vielen Flash-Ausdrücken wie möglich spicken, um von einem Ohrenzeugen nicht verstanden zu werden, hat was. :-DDass die Autorin mit diesem Roman gewaltig zu kämpfen hatte, wie sie in der Danksagung freimütig zugibt, glaube ich ihr aufs Wort. Die Auflösung des Falles ist ein bisschen arg konstruiert, so als hätte man die Geschichte irgendwie nachvollziehbar zu Ende bringen müssen. „Wer könnt’s denn jetzt gewesen sein und was könnte er/sie für ein Motiv gehabt haben?“ Lyndsay Faye sagt selber, dass sie kein „Plotter“ sei, die Handlung also nicht im Vorfeld durchplane. Wenn man einfach drauflosschreibt, wird’s halt manchmal schwierig.Für Tim hätte ich mir persönlich einen anderen Schluss gewünscht, obwohl es so durchaus plausibel ist.Wer die ersten beiden Bände gelesen und gemocht hat, dem sei auch dieser Abschlussband empfohlen. Um in die Geschichte der Wildes und des New York Police-Departments einzusteigen, ist der vorliegende Band nur bedingt geeignet. Da sollte man dann schon bei DER TEUFEL VON NEW YORK anfangen.