Read Christlich gelebte Moral: Theologische und anthropologische Beiträge zur theologischen Ethik (Studien zur theologischen Ethik) by Volker Eid Online

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Christlicher Glaube fordert dazu heraus, seine moralische Bedeutung vom Standpunkt der Erl sung aus Adorno immer wieder neu zu deuten und zu konkretisieren Es geht vor allem darum, eine moralisierende, autorit r fixierte Moralit t herk mmlicher Art unbedingt zu vermeiden und eine produktive bzw kreative Moralit t zu begr nden Die hier zusammengestellten Aufs tze sind in diesem Kontext zu verstehen Sie besch ftigen sich mit der grunds tzlichen These, dass der existenzpr gende Zusammenhang zwischen christlichem Glauben und Moral nur im Modus der berzeugung angemessen dar und herzustellen sei nicht zuletzt auch im Blick auf kirchen strukturelle und gesellschaftlich plurale Lebensbedingungen....

Title : Christlich gelebte Moral: Theologische und anthropologische Beiträge zur theologischen Ethik (Studien zur theologischen Ethik)
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ISBN : 3451285266
ISBN13 : 978-3451285264
Format Type : Audio Book
Language : Deutsch
Publisher : Verlag Herder Auflage 1 18 August 2004
Number of Pages : 288 Seiten
File Size : 988 KB
Status : Available For Download
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Christlich gelebte Moral: Theologische und anthropologische Beiträge zur theologischen Ethik (Studien zur theologischen Ethik) Reviews

  • Klaus Grunenberg
    2019-07-11 00:39

    Mit vielen Wissenschaften verhält es sich wohl so, daß man sie als Laie nur schwerlich auf Anhieb verstehen kann, vor allem, wenn sie derart hoch oben angesiedelt sind, wie gerade im Beispiel der katholischen Moraltheologie.Volker Eid, Professor für Moraltheologie an der Universität Bamberg hat mit diesem sehr ausführlichen Werk meiner Ansicht nach seine Lehrmeinung zusammengefasst. Wie manch anderer Professor, der etwa vor seiner Emeritierung steht, bringt er in unglaublich fachlich-treffenden Ausdrücken, die natürlich jeder Studentin und jedem Studenten zugänglich sind, nicht aber unbedingt dem Laien, seine Überzeugung zu Papier.In einer großen Anzahl von Einzelkapiteln geht er auf die historische Entwicklung christlicher Ethik ein und er versucht immer wieder soetwas wie Fundamente zu finden, die ihm dabei Hilfe sein könnten, seine Überzeugung zu untermauern. Immer wieder neu zu deuten sei der Standpunkt der "Erlösung" (Adorno) und ihre Bedeutung für die Moral. Dabei wäre u.U. zu bedenken, ob hierfür (also für die Erlösung!) ein Opfergedanke notwendig oder vielleicht die Gnade ausreichend wäre.Daß aber durchaus auch glücksbringende und fast entzückend zu nennde Momente entstehen können, wie zum Beispiel ermöglichte "Umkehr" in Form einer Kontaktaufnahme mit der Kraft, die wir "Gott" zu nennen belieben, das scheint mir, - wie gesagt, zu den gelungensten Szenen dieses Buches zu gehören.Fast unmöglich aber wäre z.B. das nur herkömmliche Lesen der Bibel (Neues Testament!) in sogenannten Bibelstunden, weil die Wortwahl und damit der verborgene Sinn (und Unsinn?) dieses Buches für heutige Menschen sowieso nicht nachvollziehbar sei.Überhaupt, so scheint es, hat der moderne Mensch, wenn er denn überhaupt noch in die Kirche geht, bei Lesung und Predigt auf "Durchgang" geschaltet.Somit bleibt festzuhalten, daß diejenige Kraft, die uns als Moral ja bei den alten Römern schon bekannt ist, sich wohl mehr aus einem Zusammenhalt ergibt, aus Gemeinschaft, aus gemeinsamem Singen etwa, auch aus der (kirchlichen) Musik, aus festlicher Atmosphäre und/oder dem Bewußtsein, daß es eine unermessliche Kraft gibt, aus der wir und der Kosmos stammen (unter Einschluß von Evolution).Das vorliegende Buch von Volker Eid kann immerhin wiederholt gelesen werden und, aus einzelnen Kapiteln her gesehen, wertvoll sein.Daß ein Scheitern möglich ist, wer wüßte das nicht und das immer wieder Aufstehen (Auferstehung!) zu "neuen Ufern" ist durchaus notwendig.Die Moral der Moraltheologen und der katholischen Priester aber wird sicherlich gestärkt werden dadurch, daß man sie endlich heiraten läßt. Dadurch wäre soetwas wie vorhandene oder erzwungene Langeweile (durch zuviel unnötigen geistigen "Raum") garnicht mehr möglich (oder etwa die Hinwendung zu einer fast "spielerischen" Theologie).Wobei man eigentlich in dieser Hinsicht lieber von Theosophie oder Theophilie sprechen sollte, denn über Gott darf man sich ja bekanntlich kein Bild machen, wie es leider bisher immer möglich war.Dieses Buch ist wohl wertvoll für unsere Zukunft und könnte einen Beitrag dazu leisten, daß unsere Moral gestärkt wird, damit es z.B. nicht wieder zu derartigen Unmenschlichkeiten in der Welt kommt wie vor ungefähr 70 Jahren, wobei man sich fragen darf, wo damals die "christliche Moral" sich aufhielt, etwa auch in der Nähe aufgemalter Balkenkreuze?