Read Die Revolution des Sehens: Neue Einblicke in die Superkräfte unserer Augen by Marc Changizi Online

die-revolution-des-sehens-neue-einblicke-in-die-superkrfte-unserer-augen

Wir verf gen ber ungeahnte visuelle Kr fte und verdanken sie einer R Evolution des Sehens Wie kamen wir zu diesen Superkr ften Warum sehen wir Farben Warum befinden sich unsere Augen vorne Warum nehmen wir optische T uschungen wahr Weil wir Farben sehen, k nnen wir die Gef hle anderer Menschen erkennen, zumindest erahnen verf gen also ber beinahe telepathische F higkeiten Unsere Augen liegen vorne, damit wir uns dem stellen k nnen, was sich vor uns befindet Optische T uschungen entlarven wir, weil unser Gehirn t uschende und richtige Wahrnehmung st ndig miteinander vergleicht Wir erfassen also mehr als nur eine Wirklichkeit gleichzeitig....

Title : Die Revolution des Sehens: Neue Einblicke in die Superkräfte unserer Augen
Author :
Rating :
ISBN : 3608946608
ISBN13 : 978-3608946604
Format Type : Kindle Edition
Language : Deutsch
Publisher : Klett Cotta Auflage 1 24 August 2012
Number of Pages : 160 Pages
File Size : 775 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Die Revolution des Sehens: Neue Einblicke in die Superkräfte unserer Augen Reviews

  • Fuchs Werner T. Dr
    2019-08-30 02:27

    Würde der 1969 geborene Evolutionsbiologe Mark Changizi weniger darauf bestehen, sein Buch vermittle neue Einblicke ins visuelle System des Menschen, hätte ich mich sogar für die Höchstbewertung entscheiden können. Aber es störte mich eben auch, dass Mark Changizi in seinem Bemühen um Infotainment, den Bogen allzu oft überspannt. Wen das allerdings weniger stört als mich, wird sich über Changizis unterhaltsame Lektionen in Neurowissenschaften und menschliche Kognition freuen.Die Fragen, der Mark Changizi in seinem Buch nachgeht, lauten gemäß Einleitung: „Warum sehen wir Farbe? Warum befinden sich unsere Augen vorne? Warum nehmen wir optische Täuschungen wahr? Warum sind die Buchstaben so geformt wie sie geformt sind, und nicht anders?“ Antworten darauf findet man allerdings auch in Lehrbüchern, die schon einige Jahre Bewährungsprobe hinter sich haben und regelmäßig aktualisiert werden. Zum Beispiel in der siebten Auflage von: E. Bruce Goldstein. Wahrnehmungspsychologie. Der Grundkurs. Oder auf Englisch in: Michael S. Gazzaniga, Richard B. Ivry und George R. Mangun. Cognitive Neuroscience. The Biology oft he Mind. Beide Werke enthalten zwar nicht so originelle Übungen, wie sie Mark Chanzigi seinen Lesern liefert, warten aber dafür mit einer Fülle von Illustrationen, Bildern und Graphiken auf. Und sie verzichten auf Thesen, die einer empirischen Überprüfung noch nicht standhalten.Mark Changizi liebt das Wort „super“ offenbar so sehr, dass er es in seinem Buch immer wieder unterbringen will. Hat man sich daran gewöhnt, beginnt der Unterricht Spaß zu machen. Im ersten Kapitel „Farbtelepathie“ wird der Leser auf Zeit- und Wissenschaftsreisen mitgenommen, die spannender sind als viele Thriller und Science Fiction-Filme. Mark Changizi schafft es auch in erstaunlicher Lockerheit zwischen Besuchen in wissenschaftlichen Labors und im alltäglichen Leben zu wechseln. Wer privat oder beruflich mit Kindern zu tun hat, wird sie zumindest während der Lektüre dieses Buch anders betrachten.Was der Autor unter „Röntgenblick“ versteht, wird im zweiten Kapitel klar. Denn hier wird erklärt, warum sich Schimpansen und Menschen auch im Dickicht eines Dschungels noch zurechtfinden können. Doch was uns wie eine übernatürliche Gabe erscheint, ist einfach eine der erstaunlichen Leistungen neuronaler Datenverarbeitung. Und weil Mark Changizi anschauliche Beispiele liebt, geht er auch darauf ein, womit sich Erfinder von Videospielen herumplagen müssen.Im dritten Kapitel wird die Fähigkeit des Hell-Sehens genauer unter die Lupe genommen. Um den Stil des Autors besser einschätzen zu können, zähle ich einige Überschriften der Unterkapitel auf: Kristallkugelaugen - Entschuldigen Sie bitte meine Evolution – Mein Supercomputer läuft so langsam – Den Film retuschieren – Der Salamander-Superblick – Täuschende Täuschungen – Verwacklungskontrolle – Die nichteuklidsche Gegenwart – Vereinheitlichte Täuschungen.Verfasser von Ratgebern fürs Gedankenlesen empfehle ich wärmstens die Lektüre des vierten und letzten Kapitels. Denn Mark Changizi sagt ziemlich klar, was unter Unsinn einzustufen ist. Und weil er seine Ausführungen mit vielen Beispielen und Abbildungen veranschaulicht, werden viele Leser künftig besser verstehen, was wirklich möglich ist und mit welchen Tricks Hellseher verunsicherten Menschen das Geld aus der Tasche ziehen.Mein Fazit: Warum ich diesem unterhaltsam geschriebenen Buch über das visuelle Wahrnehmungssystem des Menschen die Höchstbewertung verweigere, zeigt der Anhang. Denn außer einem beschränkt brauchbaren Personen- und Sachregister findet sich darin nichts. Also auch keine Literaturangaben. Die wenigen Verweise im Text genügen mir nicht. Aber sie zeigen mir, dass Mark Changizi tatsächlich davon überzeugt scheint, er würde mit seinem Buch bisher unberührte Gebiete erforschen und entdecken. Dieser uneingestandene Irrtum kostet ihn einen Bewertungsstern. Wem es genügt, ein gut geschriebenes populärwissenschaftliches Buch gelesen zu haben, wird ihn wieder hinzufügen.

  • Sunflower
    2019-08-17 22:28

    Telepathie, Röntgenblick, Hellsehen und Gedankenlesen - um nichts Spektakuläreres geht es in dem Sachbuch von Mark Changizi. Das klingt zugegebenermaßen ein bisschen nach Spider Man und Scharlatanerie. Doch Entwarnung. Der amerikanische Evolutionsneurobiologe, der in der Grundlagenforschung arbeitet und Direktor des Instituts Human Cognition in Boise, Idaho ist, nimmt den Leser auf eine spannende und interessante Reise unter die Oberfläche unseres wahrnehmbaren Bewusstseins mit, um die dort verborgenen Superkräfte unseres Sehapparats zu analysieren und zu präsentieren. Und dies ganz ohne Magie und Zauberei. "Warum sehen wir Farbe? Warum befinden sich unsere Augen vorn? Warum nehmen wir optische Täuschungen wahr? Warum sind die Buchstaben so geformt, wie sie geformt sind, und nicht anders?" sind die Fragen, welche er zu beantworten versucht. Letztendlich findet natürlich jedes der eingangs erwähnten Wörter, sein - für ein seriöses Sachbuch unumgängliches - wissenschaftliches Pendant. "Die Revolution vom Sehen" beschäftigt sich tatsächlich mit dem menschlichen Farbsehvermögen, unserem binokularen Sehen, Bewegungswahrnehmungen und Objekterkennung.In vier Kapiteln stellt Changizi seine neuen Theorien vor, in denen er viel Wert und Betonung vor allem auf die Rolle der Evolution legt. Obwohl weitestgehend spekulativ, gründen sich seine Thesen fest auf die Erkenntnisse der Neurowissenschaften und viele statistisch ausgewertete Daten. So entwickelt er zum Beispiel eine Farbensehen-Theorie, deren Ursprung in der Undefinierbarkeit unserer Hautfarbe liegt und die keineswegs etwas damit zu tun hat, dass "der Weihnachtsmann effektive Farbsignale aussenden kann - wie an seinen rosigen Wangen und seiner kirschroten Nase gut zu erkennen ist", sondern um an Hand von kaum wahrnehmbaren Farbveränderungen der Haut, emotionale Zustände und Stimmungen ablesen oder Krankheiten und Verletzungen anderer wahrzunehmen zu können.Dass unsere Augen wiederum vorn liegen und wir sehtechnisch nicht nur wie Zyklopen ausgestattet sind, hat den Grund, "den Wald vor lauter Bäumen besser zu sehen" oder anders gesagt: um durch Hindernisse, die kleiner als unser Augenabstand sind, hindurchzusehen.Auch die hellseherische Fähigkeit steckt uns im Blut bzw. in den Augen. Im Laufe der Evolution entwickelte sich unser Sehsystem so, dass wir damit in die Zukunft sehen können, wenn auch nur um wenige Sekundenbruchteile. Unter Gedankenlesen versteht Changizi wiederum, dass wir zum Beispiel seine in gedruckter Form vorliegenden Gedanken, verinnerlichen.Wie und vor allem WARUM dies alles funktioniert, vermittelt der US-Amerikaner auf leicht verständliche, unterhaltsame, zuweilen recht nonchalante und strapazierend witzige Art und Weise. Zahlreiche, teilweise verblüffende Testbeispiele sorgen für Abwechslung und so manchen Aha-Effekt. Ob seine Theorien allerdings wirklich so neu sind, darf bezweifelt werden. Denn auch der französische Kognitionswissenschaftler Stanislas Dehaene veröffentlichte ähnliche Erkenntnisse über unsere Lesefähigkeit und die Form der Buchstaben in seinem 2010 erschienenen Buch "Lesen: Die größte Erfindung der Menschheit und was dabei in unseren Köpfen passiert". Nichtsdestotrotz wirft Mark Changizi einen interessanten Blick auf unsere Augen, die "ihre Hände" austrecken und dadurch die Welt formen. Das Zauberwort heißt dabei: Kultur.